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Die Problemstellung:
Hurra, die Schule fängt an. Begeistert stürmen die Erstklassler
mit Ihren Schultüten die Klassenzimmer. Der Elan wird jedoch schnell
abgebremst, denn ab jetzt heißt es: still sitzen und lernen. Wenn
aber die Möbel nicht zur Körpergröße passen und die Schreibfläche
zu flach ist, wird der Unterricht zur Folter. Eingezwängt in eine
ungesunde Sitzhaltung lässt die Konzentration schnell nach. Kopf
und Nacken werden müde, dann schmerzt auch noch der Rücken. Die
Kids rutschen auf den Stühlen hin und her und warten nur noch auf
den erlösenden Gong.
Schon lange warnen Mediziner vor der unheilvollen Mixtur aus Bewegungsmangel
und ungesunder Sitzhaltung. Die Zahlen sind alarmierend: Bereits
80 Prozent der Pflichtschüler leiden an Haltungsschwächen und Haltungsschäden.
Rückenerkrankungen stellen heute die Volkskrankheit Nr.1 dar. Das
ist in der Zwischenzeit zu einem kaum mehr kontrollierbaren Kostenfaktor
in unserem jetzt schon überforderten Gesundheitssystem geworden.
Die Ursachen sind wissenschaftlich belegt und sind auf eine zunehmend
sitzende Arbeitswelt zurückzuführen.
Die Zukunft der Gesundheit heißt Prävention und beginnt im Kindesalter.
Ergonomische Schulmöbel und bewegte Arbeitsformen stellen demnach
keine Komfortmaßnahme, sondern eine medizinische-gesundheitliche
Notwendigkeit dar.
Schulmöbel sollen die Voraussetzungen für richtiges Sitzen schaffen
und durch ihre Konstruktion zum richtigen, bewegungsaktiven Sitzen
anregen.
Ergonomisch gestaltete Schulmöbel sollen helfen Bandscheiben zu
schonen und die Rückenmuskulatur zu stärken.
Darum war und ist es uns ein Anliegen Schulmöbeln zu entwickeln,
die sich den Proportionen des Schülers anpassen und soviel als möglich
Bewegungsfreiraum zum Sitzpositionswechsel bieten.
Ausreichend
Bewegung verhindert Haltungsschäden!
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Ergonomische Notwendigkeiten:
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1. Größenanpassung:
Grundvoraussetzung sind Schulmöbel die den Körpergrößen des Benutzers
entsprechen.
Hierfür entscheidend ist die halbjährliche Vermessung der Schüler
bezüglich Größenklassen und die jeweilige Zuteilung des entsprechenden
Gestühls.
2. Einheit von Tisch und Sessel
Für die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes Schule gilt,
dass sowohl Schülersessel als auch Schülertisch aufeinander abgestimmt
und als eine Einheit betrachtet werden müssen.
3. Die neigbare Tischplatte:
Auch eine Grundforderung der Önorm A1650 ist die geteilt neigbare
Tischfläche mit ständig horizontalem Ablageteil. Die Plattenaufteilung
soll 2/3 (neigbar) und 1/3 (horizontal) betragen.
Ein vorgebeugter Kopf und Rumpf bei horizontalen Platten bedeuten
eine beträchtliche Mehrarbeit für die Nackenmuskulatur. Die unmittelbaren
Folgen sind rasche Ermüdung, Konzentrationsverlust, Kopfschmerzen
und Verspannungen im Nackenbereich. Auf Dauer sind Schäden der Nackenwirbelsäule,
die sich erst nach Jahren bemerkbar machen, erwiesen.
Bei der Arbeit an schräggestellten Tischflächen ist der Rumpf um
7 Grad und der Kopf um durchschnittlich 6 Grad aufrechter als bei
der Arbeit an waagrechten Tischflächen. Dadurch wird die Rücken-
und Nackenmuskulatur entlastet und die Konzentrationsfähigkeit des
Schülers bleibt länger erhalten.
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GESUND
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Der Tisch und Sessel ist auf
die entsprechende Höhe eingestellt und die Tischplatte ist
geneigt: dies ermöglicht die Aufrichtung der Wirbelsäule und
schont somit die Bandscheiben und die Rückenmuskulatur. Die
natürliche S-Form der Wirbelsäule bleibt erhalten. Durch die
Entlastung des gesamten Bewegungsapparats wird die Konzentrationsfähigkeit
erhöht.
Der Druck auf die inneren Organe wird reduziert.
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FALSCH
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Der Tisch ist zu
niedrig - waagrechte Tischplatte: die Wirbelsäule bildet eine
Bogenform (Rundrücken), damit steigt die Belastung der Bandscheiben
und der Rückenmuskulatur stark an. Vorgebeugter Kopf bedeuten
für die Nackenmuskulatur ebenfalls eine beträchtliche Mehrarbeit.
Auch der Druck auf die inneren Organe wird gesteigert.
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Tisch und Sessel sind zu hoch
- waagrechte Tischplatte: Vorgebeugter Kopf bedeuten für die
Nackenmuskulatur
eine beträchtliche Mehrarbeit. Der mangelnde Bodenkontakt
der Füße erhöht die Kompression der Gefäße an der Unterseite
der Oberschenkel und führt zur Durchblutungsstörungen der
Füße.
Auch der entsprechende Sehabstand zu den Arbeitsunterlagen
ist nicht gewährleistet.
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| Ergonomische
Empfehlungen: |
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1. Bewegliche Sitzfläche
Ein rückenfreundliches und beschwerdefreies Sitzen ist nur möglich,
wenn man aktiv und dynamisch sitzen kann, d.h. der Schüler kann
dem Bedürfnis nach variierenden Körperhaltungen nachkommen. Dies
ist auf einem önormgerechten Sessel mit starrer Sitzfläche möglich.
Ergonomisch hochwertiger als starre Sitzflächen sind jedoch Stühle
mit einer Sitzflächenneigung nach vorne (Arbeitshaltung) und nach
hinten (Zuhörhaltung). Durch die Schwerpunktverlagerung des Körpergewichts
verändert sich die Sitzflächenneigung. Dadurch werden die natürlichen
und gesunden Bewegungsbedürfnisse gefördert und nicht blockiert.
Dies wird durch unseren Schülersessel mit neigbarer Sitzfläche und
unserem Freischwinger „Attivo-Swing” gewährleistet.
2. Höhenverstellbares Gestühl:
Grundsätzlich ist die Verwendung von starrem, an die Größe des Schülers
angepassten Schulgestühls in Ordnung. Für diesen Fall müssen aber
genügend Tische und Stühle der einzelnen Größen zum Austausch bei
Größenveränderungen der Schüler bereitgehalten werden. Da dieser
Austausch zeitaufwändig ist wird er lt. unseren Erfahrungen kaum
durchgeführt, d.h. viele Schüler sitzen auf nicht größengerechtem
Gestühl.
Ein mitwachsendes höhenverstellbares Gestühl ermöglicht hingegen
eine rasche Anpassung bei Größenveränderungen des Schülers. Platzaufwändiges
Aufbewahren von Ersatzgestühl ist hierbei nicht erforderlich.
Bereits bei einem 30%-igen Anteil höhenverstellbaren Gestühls können
zumeist alle entsprechenden Größenanpassungen ermöglicht werden.
3. Leichtes bewegt sich leichter:
Der Einsatz von Stahl beim Gestühl bringt zwar enorme Stabiliät
aber auch ein Mehr an Gewicht.
Besonders im Volksschulbereich (Schüler bis 10 Jahren) ist die Verwendung
einer Leichtmetall-Stahl-Kombination bei höhenverstellbaren Stühlen
von Vorteil.
Das ergonomisch unverzichtbare Heranrücken des Sessels zum Tisch
wird dadurch erheblich erleichtert.
Unsere Leichtmetall-Stahl-Kombination bringt eine 30%-ige Gesamtgewichtsreduktion.
4. Beinfreiheit unter der Tischplatte:
Ein Fach unter der Tischplatte beeinträchtigt die Bewegungs- und
Beinfreiheit des Schülers. Diese Einschränkung bewirkt, dass der
Schüler bei der Zuhörhaltung mit dem Sessel vom Tisch wegrutscht
- erfolgt eine Änderung zur Arbeitshaltung wird zumeist durch das
nicht ausreichende Heranrücken des Sessels zur Tischplatte eine
Rundrückenhaltung (Darüberbeugen über die Arbeitsunterlagen) eingenommen.
Zur Aufbewahrung der Lernutensilien sollten anstatt Fächer unter
der Schultischplatte Schülerfächerschränke seitlich oder
im hinteren Bereich des Klassenzimmers verwendet werden.
5. Einzeltische statt Doppeltische:
Einzeltische sind Doppeltischen vorzuziehen, da selten zwei Sitznachbarn
der gleichen Größenklasseneinstufung entsprechen und so einer der
beiden eine Zwangssitzhaltung einnehmen muss.
Bei ausreichenden Platzverhältnissen ist die Verwendung von Einzeltischen
unbedingt zu empfehlen, da hier die gewünschten Sitzanordnungen
ergonomisch richtiger realisiert werden können. |
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